Was hat ärztliche Psychotherapie mit Coaching zu tun?

Psychische Stressprobleme sind in der Industrie die zentralen Produktivitätskiller: Ängste, Depressionen und psychosomatische Störungen sind die häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung. Zwischen ersten Symptomen und dem Beginn einer geeigneten Intervention vergehen im Mittel sieben Jahre! Durch frühzeitige Unterstützung bereits beim Auftreten erster Stressprobleme könnte der Übergang vom Stressproblem in eine Stresserkrankung in vielen Fällen verhindert werden. Damit würde nicht nur den Betroffenen viel Leid erspart, sondern den Betrieben und der Gesellschaft auch viel Geld gespart. Ein ärztlicher Psychotherapeut verfügt über besondere Kompetenzen im Umgang mit seelischen und körperlichen Stressreaktionen. Er erkennt Fehlentwicklungen frühzeitig und kann gerade an der Nahtstelle zwischen „Problem“ und „Krankheit“ wirksame Unterstützung anbieten. 

Schwierigkeiten im Beruf und Schwierigkeiten im Privatleben bzw. der Persönlichkeit hängen nicht selten zusammen. Beide können sich gegenseitig beeinflussen. Es geht also weniger um die Vermittlung von „Management-Techniken“. Coaching kann und muss mitunter sehr persönlich werden, wenn es zum Erfolg führen soll. 

Wenn die Grenze zu behandlungsbedürftigen seelischen oder psychosomatischen Störungen erreicht ist, kommt aber selbst der erfahrene und qualifizierte Coach häufig nicht weiter. Davon ist bei jedem zehnten Mitarbeiter auszugehen. Hier ist eine spezielle psychotherapeutische Qualifikation unabdingbar. 

Um seine Klienten erfolgreich unterstützen zu können, benötigt der Coach 

  • fundierte psychologische und psychotherapeutische Kenntnisse
  • eigene Erfahrungen in der Arbeitswelt
  • eine spezielle Ausbildung

(nach W. Looss, unter vier Augen)

Dr. Steffen Heger verfügt neben der psychotherapeutischen Qualifikation als Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie über eine Ausbildung zum „Coach für ganzheitliche Führung“ und über mehrjährige Erfahrungen als Mitarbeiter und Führungskraft sowohl im öffentlichen Dienst als auch in der freien Wirtschaft. 

Wer bezahlt Coaching? 

Da Coaching zunächst eine Beratungsleistung und keine Behandlungsmaßnahme aufgrund einer seelischen Erkrankung ist, werden die Kosten von den Krankenkassen nicht übernommen. Viele Firmen investieren jedoch in Coaching als eine individuelle und intensive Personalentwicklungsmaßnahme. Aber selbst wenn der Arbeitgeber das Coaching finanziert, bleiben die Inhalte stets vertraulich. Einen „Bericht“ an den Arbeitgeber gibt es nicht. 

Sollte die Problematik allerdings schon so weit fortgeschritten sein, dass eine psychische oder psychosomatische Störung zu diagnostizieren ist, wäre eine Psychotherapie angebracht. Die Kosten hierfür werden von allen gesetzlichen und den meisten privaten Krankenkassen übernommen.