welche krankheiten oder leidenszustände werden behandelt?
Psychotherapeutisch behandelt werden können in der Praxis Patienten mit den meisten psychosomatischen (z.B. chronische Schmerzsyndrome) und psychoneurotischen Erkrankungen (z.B. Angststörungen und depressive Störungen) sowie Patienten mit Persönlichkeitsstörungen.
Auch bei Patienten mit schweren chronischen körperlichen Erkrankungen kann unter Umständen eine Psychotherapie als Unterstützung hilfreich sein. Bei den meisten körperlichen Erkrankungen besteht eine intensive Wechselwirkung zwischen körperlichem und seelischem Befinden. Das gilt z.B. für chronische Schmerzerkrankungen, aber auch für Krebserkrankungen oder Krankheiten des Immunsystems.
Ob in Ihrem Fall eine Psychotherapie notwendig, sinnvoll und Erfolg versprechend ist, kann nur im persönlichen Gespräch geklärt werden. Häufig sind mehrere Gespräche nötig, bevor beide Behandlungspartner (Patient und Therapeut) eine Entscheidung treffen können. Psychotherapie kann nur gelingen, wenn zwischen Patienten und Therapeuten eine tragfähige Behandlungspartnerschaft entsteht. Das setzt unter anderem voraus, dass zwischen beiden die Chemie stimmt, der Patient sich respektiert, verstanden und in der Praxis wohl fühlt. Ob diese Voraussetzungen gegeben sind, stellt sich in der Regel in den ersten Gesprächen heraus, die als „probatorische Sitzungen“ bezeichnet werden.
Welche Therapieformen werden durchgeführt?
Ein Schwerpunkt liegt auf der tiefenpsychologisch fundierten bzw. psychodynamischen Psychotherapie. Außerdem gehören Verhaltenstherapie, Entspannungsverfahren (Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation) sowie Hypnose zum Behandlungsspektrum. Diese Therapieverfahren sind grundsätzlich als Einzel- und als Gruppentherapie durchführbar.
Wie lange dauert eine Psychotherapie?
„Wunderheilungen“ sind bei seelischen und psychosomatischen Problemen zwar möglich, kommen aber eher selten vor. Derartige Versprechungen sind kritisch zu betrachten. Bei umgrenzten Konflikten kann eine Kurzzeittherapie (Umfang bis zu 25 Sitzungen) ausreichen. In vielen Fällen ist eine Langzeittherapie (Umfang bis zu 50 Sitzungen) sinnvoll. Üblicherweise findet eine Therapiesitzung pro Woche statt. In besonderen Fällen kann bei Bedarf von diesen Standards abgewichen werden.
Und wer bezahlt das?
Für alle genannten Psychotherapieformen liegt eine Kassenzulassung vor, das heißt die Kosten können mit den gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden. Selbstverständlich können auch Privatpatienten und Selbstzahler behandelt werden.